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Honderű, Babel oder Pestbuda? Wie Budapest zu seinem Namen kam

11. August 2026

Als sich am 17. November 1873 Buda, Pest und Óbuda vereinigten, war die Wahl des Namens für die neue Metropole alles andere als eindeutig. Zwar war die Bezeichnung Pest-Buda (oder Pestbuda) im Sprachgebrauch schon seit dem frühen 19. Jahrhundert üblich – Pest war wirtschaftlich, Buda historisch und verwaltungstechnisch bedeutender –, doch die Reihenfolge der beiden Namen sorgte für heftige Debatten.

Die einflussreichste Stimme war Graf István Széchenyi, der bereits 1831 in seinem Werk Világ („Licht") scharf gegen die Bezeichnung Pest-Buda auftrat. Seiner Ansicht nach klang „Pestbuda" nicht vornehm genug und war zudem grammatikalisch ungeschickt. Er selbst schlug eine überraschende Alternative vor: den Namen Honderű (aus den ungarischen Wörtern „hon", Heimat, und „derű", Heiterkeit). Das wurde jedoch schnell zur Zielscheibe des Spotts: Französisch war damals die Sprache der Diplomatie, und auf Französisch ausgesprochen („honte des rues") bedeutete es grob übersetzt „die Schande der Straßen".

In der damaligen Presse und in den Debatten der Intellektuellen tauchten geradezu erstaunliche Alternativen auf: Manche schlugen Etelvár, Hunvár, Babel oder gar Ikervár als Namen für die neue Hauptstadt vor.

Die endgültige Entscheidung brachten schließlich Zweckmäßigkeit und Wohlklang. Auf Széchenyis Vorschlag hin setzte sich allmählich die Form Budapest durch. Zum einen, weil sich „Budapest" statt der Konsonantenhäufung von „Pestbuda" im Ungarischen weitaus melodischer aussprechen lässt. Zum anderen rechtfertigte Budas historischer Vorrang – als alte Hauptstadt des Landes und königlicher Sitz –, es an die erste Stelle zu setzen, während Pest, der neue wirtschaftliche Motor des Landes, an die zweite rückte.

Der historische Name und das Erbe der stolzen, vereinten Hauptstadt spiegeln sich auch in der einzigartigen, vom Löwenmotiv geprägten Budapest-Kollektion wider, die bereits im Angebot der Geschenkläden Citadella und Szabadság erhältlich ist.

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